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Diese Mischung braucht es: "In kaum einem
anderen Beruf lassen sich meine Interessen so eng miteinander verbinden",
erläutert Orf. Alte Handwerkskunst und moderne Technik gehen beim
Orgelbauer eine harmonische Verbindung ein. Da in seinem
Heimatort Urspringen das traditionsreiche Unternehmen Orgelbau Hey seinen
Sitz hat, war der berufliche Werdegang von Orgelbauer Tobias Orf
vorgezeichnet. Nach dem Praktikum und dreieinhalbjähriger Lehre steht er
nun als Jung - Orgelbauer hier in Lohn und Brot. Jetzt will er Erfahrung
in den vielfältigen Aufgaben im Orgelbau von der Konstruktion bis hin zur
Intonation ist das Wissen und Können von Fachleuten
gefragt. So einer ist Orgelbauer Kollege Klaus
Schmitt-Konhäuser. Mehr als ein Vierteljahrhundert hält er Hey die Treue.
"Er ist eine Koryphäe in der Mechanik, seine Meinung ist international
geschätzt", urteilt Firmenchef Herbert Hey über seinen Mitarbeiter.
Qualität garantiert langfristigen Erfolg und sichert die wirtschaftliche
Basis des Betriebes. Regional und bundesweit bedeutende
Aufträge wurden und werden in den Produktionshallen in Urspringen
ausgeführt. Darunter der Neubau der Kreuzberg-Orgel und der Mellrichstädter
Pfarrkirche St. Kilian, sowie die Restaurierung der
historischen Rupert -Orgel in Leina (Thüringen), die um 1740
erbaut wurde. An ihrem Platz in der Pfarrkirche St.
Kilian steht bereits die Mellrichstädter Orgel. Ein Werk, auf das Orgelbauer Meister
Erhard Hey stolz sein darf. Der Bruder vom Firmenchef Herbert Hey, der
sich um Konstruktion, Technik und das Geschäftliche kümmert, ist der
Intonateur der Firma: "Meister des Klangs", so darf sich der 46-Jährige
mit Fug und Recht nennen. Auf dieser Stufe wird der Beruf
vollends zur Berufung. Auf sein Gehör und Gespür kommt es an, ob das Werk
nach den vielen technischen Arbeitsgängen seine volle klangliche Reife
erlangt. "Der Intonateur prägt die Klanggestallt der Orgel", erklärt der
Meister. Inspiration, künstlerische Kreativität, Begabung
und lange Jahre Erfahrung in allen Bereichen des Orgelbaus sind die
wichtigsten Voraussetzungen. "Der Klangkreis muss sich
schließen, um dann zur vollen Wirkung zu kommen. Da hat jeder Orgelbauer
seine eigene Mixtur", verrät Orgelbauer Erhard Hey. Wie die Großen der
feinen Küche ihre Würzmischungen hüten, gibt auch ein
Orgelbau-Meister seine Geheimnisse nicht preis. Die Güte der Mixtur von
Erhard Hey war erst im Frühjahr hörbar, als im Rahmen eines
Festgottesdienstes die Mellrichstädter Orgel in der Pfarrkirche St. Kilian
eingeweiht werden konnte. Zu Ostern 2005 kommt es zum
nächsten großen Auftritt. Vor einer großen Zuhörerschaft, darunter
kirchliche Würdenträger sowie Gönner aus Politik, Kultur und Wirtschaft,
wird die neu gebaute Kreuzberg-Orgel am heiligen Berg der Franken erstmals
ertönen. Seit Oktober 2003 war die Firma Hey mit diesem Auftrag
beschäftigt. Nun schließt sich in wenigen Monaten auch dieser
Klangkreis. Und Jung - Orgelbauer Tobias Orf,
Mechanik-Spezialist Orgelbauer Klaus Schmitt-Konhäuser, die
Orgelbaumeister Herbert und Erhard Hey sowie die ganze Belegschaft dürfen
wieder das "erhebende Gefühl" spüren, ein großes Werk vollendet zu haben
für Generationen. Das aber zählt mehr als eine steile Karriere und der
schnell verdiente Euro. |