|
옛 명품악기의 소리
재현
Rhöner Orgel erklingt in
Liechtenstein Eine weite Reise unternehmen derzeit die
kunstvoll angefertigten Bestandteile einer Orgel – aus der Werkstatt
von Hey Orgelbau in der Rhön bis ins Fürstentum Liechtenstein. Das
Unternehmen erstellt dort eine neue Orgel für das Frauenkloster in
Schellenberg. „Es ist eine große Ehre für uns, dort eine Orgel bauen zu dürfen. Wir sind alle sehr
stolz, dass unsere gezeigten Orgeln und unsere Orgelbauwerkstatt
überzeugen konnten. Vertrauen und Überzeugung muss man sich erarbeiten“,
kommentiert Firmenchef Herbert Hey die geschäftlichen Aktivitäten.
Erste Kontakte zu dem Kloster kamen auf
der Kirchenmesse „Gloria“ im österreichischen Dornbirn zustande. Die
Orgelbauwerkstatt Hey wurde daraufhin eingeladen, sich an der
Ausschreibung zum Orgelneubau zu beteiligen – und setzte sich gegen
internationale Konkurrenz führender Orgelbaufirmen aus Deutschland,
Österreich, Schweiz und Slowenien durch. Herbert Hey: „Die handwerkliche
und klangliche Qualität, sowie das Konzept unseres Betriebes überzeugten
das Orgelbaukomitee.“
„In der Planungsphase waren viele
Überlegungen in architektonischer, technischer und akustischer
Hinsicht notwendig, um ein künstlerisch hochwertiges Orgelwerk zu
schaffen“, erläutert Hey die nächsten Schritte.
Zur klanglichen Ausrichtung der neuen
Orgel erklärt er: „Es ist ein weicher grundtöniger Klang vorgesehen, ohne
Schärfe. Mit vielen zarten Stimmen bzw. Registern. Alle Metallpfeifen
werden ausschließlich aus gegossenen und gehobelten Zinnplatten
hergestellt. Unterschiedliche Legierungen und Bauformen werden für eine
feine, differenzierte Klangcharakteristik des neuen Orgelwerkes sorgen.
Für die Holzpfeifen gilt ebenfalls höchster Anspruch an
Klangqualität und Material. Hier kommen nur heimische Edel- und Obsthölzer
zur Verwendung.“
Orgelbaumeister Erhard Hey wird als
überregional anerkannter Orgelbaumeister und Intonateur für die
ausgewogene Klanggebung der neuen Orgel im Frauenkloster
Schellenberg sorgen. Das dreiteilige Orgelgehäuse wird aus bestem
Eichenholz gefertigt und die Oberflächen geölt. Die neue Orgel erhält zwei
Manualwerke und Pedal, 17 Register, 962 Orgelpfeifen, mechanische
Tontrakturen und eine elektrische Registersteuerung mit Setzeranlage.
Dabei hat der Organist die Möglichkeit, Klangvariationen abzuspeichern und
per Knopfdruck abzurufen.
„Die neue Orgel wird im Innenleben nach klassischen
Prinzipien konzipiert, ohne jedoch die Errungenschaften des
zeitgenössischen Orgelschaffens gänzlich außer Acht zu lassen. Die
Grundidee der Konzeption schöpft aus der Orgelbaugeschichte. Hierbei
kommen nur natürliche Werkstoffe und solide Konstruktionen zur
Verwendung“, erläutert Herbert Hey. Die Fertigstellung der neuen Orgel
wird im ersten Halbjahr 2007 erfolgen. Die jetzige Orgel im Kloster
wird von der Firma Hey renoviert und in Norditalien aufgestellt. Wer das
„Wachsen“ der neuen Orgel weiterverfolgen möchte, kann dies im Internet
unter http://www.hey-orgelbau.com/ in der Rubrik „Hey aktuell“
tun.
Aus "Die Auslese, Ausgabe September 2006"
von Annette
Stolz
 18.-20.Oktober 2007
|